Green Tech als Motor für Wachstum, Innovation und Klimaschutz
Während weltweit über Klimaschutz, Energieversorgung, Wettbewerbsfähigkeit und den Industriestandort Europa diskutiert wird, arbeiten zahlreiche Unternehmen bereits an konkreten Lösungen. Wie vielfältig diese ausfallen können, zeigte der 39. Start(up) Friday im see in Pörtschach am Wörthersee. Gründer, Investor, Unternehmer und Vertreter führender Innovationsnetzwerke präsentierten Technologien und Geschäftsmodelle, die den Wandel hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft aktiv gestalten.
Einen umfassenden Einblick in die internationale Green-Tech-Landschaft lieferte Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Valley Clusters. Er zeigte auf, dass Österreich im europäischen Spitzenfeld der Öko-Innovationen liegt und Kärnten gemeinsam mit der Steiermark einen der bedeutendsten Green-Tech-Hotspots Europas bildet. Mehr als 300 Unternehmen, zahlreiche Forschungseinrichtungen und über 31.000 Beschäftigte arbeiten inzwischen an Lösungen für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft.
Dass Innovation immer bei einem konkreten Problem beginnt, erklärte Jürgen Jesenko, Geschäftsführer von FLOYD BioEnergy, in seinem Innovator-Impuls. Er zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Unternehmen durch nachhaltige Energieversorgung unabhängiger werden und langfristig stabile Energiekosten erzielen können. Innovation bedeute dabei nicht, Trends blind zu folgen, sondern reale Herausforderungen effizient zu lösen.
Business Angel und Investor Roderik van Kessenich verwies auf die enormen Wachstumschancen, die sich aus der Transformation von Wirtschaft und Industrie ergeben. Green Tech habe sich von einer Nische zu einem globalen Zukunftsmarkt entwickelt. Gefragt seien Unternehmen, die ökologische Herausforderungen lösen und daraus gleichzeitig wirtschaftlich erfolgreiche Geschäftsmodelle entwickeln.
Wie erfolgreiche Green-Tech-Unternehmen bereits heute nachhaltige Lösungen umsetzen, demonstrierte Miha Kampuš, Geschäftsführer und Co-Founder von PIADENO. Er präsentierte Praxisbeispiele aus dem Energiemanagement und zeigte, wie Digitalisierung und intelligente Steuerungssysteme zur Optimierung von Energieverbrauch und Ressourcen beitragen können.
Wie diese Zukunft konkret aussehen könnte, zeigten die Startups der Pitching-Time. Sie machten deutlich, dass Innovation heute oft dort entsteht, wo technologische Kompetenz auf gesellschaftliche Herausforderungen trifft.
GrowSense entwickelt intelligente Technologien für eine effizientere und nachhaltigere Landwirtschaft. Mithilfe moderner Sensorik und datengestützter Analysen sollen Ressourcen geschont, Erträge optimiert und landwirtschaftliche Prozesse nachhaltiger gestaltet werden.
REIT.solutions setzt auf innovative Ansätze für ressourcenschonendes Bauen und die Immobilienwirtschaft. Das Unternehmen verbindet technisches Know-how mit digitalen Werkzeugen, um Bauprozesse effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
SUPASO unterstützt Unternehmen bei ihrer nachhaltigen Transformation. Die digitalen Lösungen des Startups helfen dabei, Nachhaltigkeitsmaßnahmen transparent umzusetzen und ökologische Ziele erfolgreich in die Unternehmensstrategie zu integrieren.
SmarTrash entwickelt intelligente Systeme für modernes Abfallmanagement. Durch den Einsatz digitaler Technologien sollen Entsorgungsprozesse optimiert, Kosten gesenkt und wertvolle Rohstoffe besser in den Kreislauf zurückgeführt werden.
intralume arbeitet an energieeffizienten Beleuchtungs- und Infrastrukturlösungen. Das Gründerteam verfolgt das Ziel, Energieverbrauch zu reduzieren und gleichzeitig neue Möglichkeiten für eine nachhaltige und intelligente Infrastruktur zu schaffen.
Zwischen den Vorträgen, Diskussionen und Startup-Präsentationen wurde eines deutlich: Die grüne Transformation ist längst nicht mehr nur ein ökologisches Projekt. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Neue Technologien schaffen neue Märkte, neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze. Regionen wie Kärnten und die Steiermark verfügen dabei über hervorragende Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung zu profitieren.






























